2026-03-21T00:00:00+01:00
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Pfarrer Winfried Landgrebe

Predigttext Hiob 14,1–17

 

Hiob 14
[1] Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, [2] geht auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. [3] Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. [4] Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer! [5] Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt, das er nicht überschreiten kann: [6] so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut.
[7] Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus. [8] Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Boden erstirbt, [9] so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. [10] Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin; kommt ein Mensch um – wo ist er? [11] Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet, [12] so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden.
[13] Ach dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir ein Ziel setzen und dann an mich denken wolltest! [14] Meinst du, ein toter Mensch wird wieder leben? Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung kommt. [15] Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände. [16] Dann würdest du meine Schritte zählen, aber hättest doch nicht acht auf meine Sünden. [17] Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen.

Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

 

 

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